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IHK: Studie zu demografischem Wandel in Unternehmen

Mit Arbeitgeberattraktivität und Investitionen in Aus- und Weiterbildung Fachkräfte finden und binden - IHK Erfurt und das IWT - Institut der Wirtschaft Thüringens präsentieren Ergebnisse einer Studie
01/21/2019

Medieninformation

Mit Arbeitgeberattraktivität und Investitionen in Aus- und Weiterbildung Fachkräfte finden und binden
IHK Erfurt und das IWT - Institut der Wirtschaft Thüringens präsentieren Ergebnisse einer Studie

Der demografische Wandel stellt die Personalpolitik der Arbeitgeber in Nord- und Mittelthüringen vor neue Herausforderungen. "Der steigende Fachkräftebedarf und die vergebliche Suche nach qualifizierten Mitarbeitern ist inzwischen für 70 Prozent der rund 800 befragten Unternehmer in Nord- und Mittelthüringen das Geschäftsrisiko Nummer Eins", sagte Dr. Cornelia Haase-Lerch, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Erfurt.

Wie es Unternehmen zukünftig gelingt, angesichts alternder und heterogener werdender Belegschaften und knapper werdenden Nachwuchskräften innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben, war Gegenstand einer gemeinsamen Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und dem Projekt "Starke Zukunft". Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wichtige Instrumente moderner Personalpolitik, darunter Aus- und Weiterbildung, flexible Arbeitszeitmodelle, Mitarbeiterbeteiligung, Wissensmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung in der Region schon weit verbreitet sind.

Die größte Herausforderung im demografischen Wandel aus Sicht der Unternehmen ist die Besetzung von Fachkräfte- und Ausbildungsstellen. Vor allem Investitionen in die eigene Arbeitgeberattraktivität und eine verstärkte Ausbildung sollen helfen, die eigenen Fachkräftebedarfe zu decken sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden.


Abbildung 1: Demografie und Fachkräftesicherung - wahrgenommene Herausforderungen

Rund 70 % der befragten Unternehmen bilden aus. Darüber hinaus sind diese Firmen bestrebt, die Auszubildenden zu übernehmen und fördern frühzeitig deren Bindung an das Unternehmen.

In neun von zehn Unternehmen im IHK-Bezirk Erfurt können Beschäftigte ihre Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsabläufe formlos einbringen. Institutionalisierte Verfahren im Sinne eines Ideenmanagements finden sich häufiger in den großen Unternehmen.

Flexible Arbeitszeitmodelle werden immer bedeutsamer: Insgesamt sagen knapp 80 Prozent der Nord- und Mittelthüringer Betriebe, dass sie im Bedarfsfall mit ihren Beschäftigten individuelle Arbeitszeitmodelle vereinbaren und so auf deren Interessen und Bedürfnisse im Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eingehen. Das Engagement der Unternehmen im Kammerbezirk Erfurt für Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten ist sehr hoch. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf fachlichen Qualifizierungen, aber auch die Weiterentwicklung der Methoden- und Sozialkompetenz wird von vielen Betrieben verfolgt.

Gesundheit ist für drei Viertel der befragten Unternehmen ein wichtiges Thema, zentraler Indikator ist die Analyse des Krankenstandes. Knapp die Hälfte der Firmen bieten Aktivitäten zur Gesundheitsförderung an, davon ein Viertel im strategischen Sinne, der die Definition von Zielen und die regelmäßige Fortschrittskontrolle einschließt.

Viele Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, ihre Instrumente kontinuierlich anzupassen, weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. Tendenziell sind es die kleineren Betriebe, die für sich Handlungs- und Professionalisierungsbedarf feststellen. Das betrifft insbesondere die Themenfelder Wissens- und Kompetenzmanagement sowie Gesundheitsmanagement. "Letztendlich decken sich die Befunde aus der Studie mit unseren Projekterfahrungen. Die Ergebnisse geben uns wichtige Signale für die Ausgestaltung unserer Angebote, die den Unternehmen helfen sollen, für sich die optimale Personalstrategie zu finden und umzusetzen" fasst Roswitha Weitz, Geschäftsführerin der IWT - Institut der Wirtschaft Thüringens GmbH und Koordinatorin des Thüringer Netzwerks Demografie zusammen.

Die Studie richtete sich an ca. 760 Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen in Nord- und Mittelthüringen. Die Rücklaufquote betrug 20 Prozent. Das spricht für die Aktualität und Bedeutung des Themas für die Verantwortlichen in den Nord- und Mittelthüringer Unternehmen.

Die vollständige Studie finden Sie als Download unter:
www.erfurt.ihk.de oder www.netzwerk-demografie.de

 

Ansprechpartner
Dr. Ute Zacharias                
Verband der Wirtschaft            
Verbandssprecherin                
T 0361 6759-153                
M 0173 8899743

Jana Pfalzgraf
IHK Erfurt
Volkswirtschaft/Statistik
T 0361 3484217